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Workshops zu den Kooperationsprojekten

Mit dem Ziel der Innovationsförderung sowie der Vernetzung der Umwelttechnikbranche initiiert das Cluster Umwelttechnologien.NRW Kooperationsprojekte in besonders interessanten Themenbereichen. Auf dieser Seite finden Sie Erläuterungen zu diesen Projekten. Die Kooperationsprojekte sind bezüglich ihres Teilnehmerkreises flexibel, weshalb wir uns jederzeit über neue Teilnehmer an bereits laufenden Projekten freuen. Melden Sie sich bitte beim Cluster Umwelttechnologien.NRW, falls Sie Fragen zu den Kooperationsprojekten oder Interesse an einer Mitarbeit haben!

 

 

Kooperationsprojekt: Potenziale einer rationellen Wärmenutzung

Intransparenz reduzieren und Potentiale ausnutzen - Workshop entwickelt konkrete Ansätze zur Erhöhung des Wärmenutzungsgrades

Am 2. Februar 2010 lud das Clustermanagement Vertreter aus Forschung und Wirtschaft zu einem ersten Kooperationstreffen ein. Nach thematischen Einführungen zu Potenzialen einer rationellen Wärmenutzung und Möglichkeiten der Wärmegewinnung, lotete die Gruppe Möglichkeiten und Grenzen der rationellen Wärmenutzung aus. Insbesondere wurde auf das bisher wenig ausgeschöpfte Potenzial der Nutzung industriell-gewerblicher Prozesswärme und die Möglichkeiten einer unterirdischen Wärmespeicherung eingegangen. Zur Ausschöpfung vorhandener Potenziale sind aber eine Reihe von rechtlichen und strukturellen Voraussetzungen nötig, die derzeit noch nicht gegeben und auch noch nicht hinreichend definiert sind.

 

Die Beschreibung dieser Hemmnisse und Potenziale sowie das Aufzeigen erster Lösungswege wurden in einem internen Strategiepapier im Nachgang des ersten Treffens von den Teilnehmern aufgearbeitet und in einem zweiten Treffen am 12. März 2010 diskutiert. Hier wurde als nächster Schritt die Zusammenstellung von Projekten mit Modellcharakter einer rationelleren Wärmenutzung und eine (räumliche) Konkretisierung der Potenziale vereinbart. In diesem Zusammenhang vereinbarten die Teilnehmer beim dritten am 29. April 2010 die gemeinsame Erstellung einer publikumswirksamen Broschüre. Inhalt sollen Ideen zur Beseitigung der identifizierten Hemmnisse im Bereich der rationellen Wärmenutzung sowie ein Überblick über vorhandene Techniken und Möglichkeiten der Wärmenutzung sein. Die Inhalte und Finalisierung dieser Broschüre wurden bei den folgenden Workshops vom 7. Juli, 24. August sowie 8. Oktober 2010 diskutiert. Als weiterer Themenschwerpunkt wurde die Durchführung eines Pilotprojekts im Bereich Abwärme diskutiert.

 

Die Broschüre ist hier zum Download vorhanden.

 

 

Kooperationsprojekt: Reduzierung von Feinstäuben

Aufsetzen eines Pilotprojektes mit der Stadt Aachen - Reduktion von Feinstäuben ohne Umweltzonen

Feinstaub- und Schadstoffbelastungen aus Feuerungsstätten im privaten Bereich stellen in Deutschland ein zunehmendes Problem dar. Kleinfeuerungsanlagen zählen zu den relevanten Quellgruppen für bestimmte Emissionen, wie polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, Dioxine und Feinstaub. Anderseits ist die energetischen Nutzung von Holz unter Klimaschutzaspekten positiv zu bewerten.

In Deutschland werden für Festbrennstoffe aktuell ca. 14 Mio. Einzelraumfeuerungen und rund 0,7 Mio. Heizkessel betrieben, beides mit steigender Tendenz. Viele dieser Anlagen sind veraltet oder werden nicht sachgemäß betrieben. Außerdem gab es bisher für typische Einzelraumfeuerstätten (i.d.R. < 15 kW) keine Regulierung.

Der Gesetzgeber reagiert auf die damit einhergehende zunehmende Schadstoffbelastung der Luft: Am 22. März 2010 trat eine novellierte Fassung der 1. Bundes-Immisions-Schutzverordnung (BImSchV) in Kraft. Ziel der Novelle ist die Modernisierung von Heizungsfeuerungsanlagen und Einzelfeuerstätten. Unter anderem über neue Grenzwerte und die Einführung einer verpflichtenden Beratung sollen Schadstoffreduzierungen erreicht werden.

 

Eine Hürde in der Umsetzung stellt die Entwicklung und Bereitstellung geeigneter Filtertechnik für Einzelraumfeuerungen dar (dazu gehört der klassische Kaminofen im Wohnraum). Zu diesem Schluss kamen Vertreter des Bundesumweltministeriums, Vertreter von Messinstituten und Hersteller in einem Treffen auf Einladung des Clustermanagements am 9. März 2010.

Die Stadt Aachen – ebenfalls Partner des Kooperationsprojekts – plant über eine eigene Rechtsverordnung eine schärfere Umsetzung der Verordnung des Bundes. Dazu ist als Ergänzung und Unterstützung die Realisierung von Feldversuchen mit neuer Filtertechnik in Aachen im Rahmen des Kooperationsprojekts geplant. Damit könnte die Markteinführung für Hersteller erleichtert und die Akzeptanz dieser Technologien bei den privaten Nutzern erhöht werden.

 

 

Kooperationsprojekt: Plasma-Verfahren zur Abwasserreinigung

Neue Marktanwendungen aus NRW-Grundlagenforschung

Am 26. Februar 2010 haben sich Vertreter der Wissenschaft mit Beratungs- und Ingenieurbüros auf Einladung des Clustermangaments zum Thema "Plasma-Verfahren in der Abwasserreinigung" getroffen.

Zurzeit werden zum Thema „Plasma“ drei Forschungsvorhaben an der Universität Duisburg-Essen bearbeitet. Neben einem Grundlagenforschungsantrag werden ein Hardwareentwicklungsvorhaben und ein Anwendungsvorhaben bearbeitet. Die bisherigen Ergebnisse sind für die Teilnehmer von hohem Interesse. Für viele Kunden und Anwendungsgebiete können Plasma-Verfahren eine Lösung darstellen. So wurden Beispiele wie die dezentrale Behandlung von Abwasser und die Elimination von Farbstoffen angesprochen. Die Teilnehmer des Workshops vereinbaren als gemeinsames Ziel die Unterstützung der Erforschung zur Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit von Plasmen. Folgende Punkte sind insbesondere wichtig für die erfolgreiche Unterstützung der Forschungsarbeiten der Universität Duisburg-Essen:

  • Übermittlung der Anforderungen von Kunden der Teilnehmer, z.B. durch Proben
  • Aussagen zur Wirtschaftlichkeit des Verfahrens
  • Mitentwicklung von Anwendungsgebieten

Die Teilnehmer vereinbarten, bis September 2010 ein gemeinsames Strategiepapier zur Forschungsunterstützung zu entwickeln. Dies soll zunächst in der aktuellen Runde der Teilnehmer entwickelt werden. Nach Erstellung des Strategiepapiers soll die Anwendungsunterstützung vertieft werden.

 

 

Kooperationsprojekt: Energieeffiziente Gebäude

Maximierung der Realisierung bestehender Potenziale

Intelligente Gebäudetechnik: Mit innovativer Technik und Lebenszyklusbetrachtungen können wesentliche Umwelt- und Ressourcenentlastungseffekte an Gebäuden erzielt werden. Das größte Potenzial in diesem Zusammenhang wird zurzeit in der Wärmedämmung von privat und gewerblich genutzten Immobilien gesehen.

Zu diesem Thema fand am 30. April 2010 ein erster Workshop statt. Die Teilnehmer stellten fest, dass die durch energetische Sanierung gegebenen enormen Einsparpotenziale bislang sowohl im Wohngebäude- als auch im Gewerbeimmobilienbereich derzeit nicht in ausreichendem Maße realisiert werden. Die Ursachen hierfür werden vor allem im mangelnden Wissen und der fehlenden Mobilisierung der potenziellen Nachfrager sowie in der fehlenden Koordination zwischen den an der energetischen Sanierung beteiligten Akteuren gesehen. Die Teilnehmer des Workshops diskutieren nun geeignete kooperative Wege zur Verbesserung der derzeitigen Situation.

 

Erstes konkretes Ergebnis des Kooperationsprojekts ist die erfolgreiche Initialisierung und Fortführung der großformatigen Workshopreihe "Nachhaltige und intelligente Gebäude: Handels- und Logistikimmobilien nachhaltig planen, bauen und betreiben" am 29. September 2010 sowie am 20. Juli 2011. Hier finden Sie ausführliche Berichte und Vorträge zum Download.

 

 

Kooperationsprojekt: Membrantechnologie

Vorantreiben des Einsatzes der Membrantechnologie in verschiedenen Branchen

Membrantechnik bietet Einsatzpotenzial in vielen, zum Teil neuen Anwendungsbereichen, wie zum Beispiel der Regenwasseraufbereitung oder der Biomasseabtrennung. Dazu existieren schon heute branchenspezifische Foren, die zusammengeführt und vernetzt werden können.

Im ersten Teil unserer Workshopreihe zum Thema Membrantechnik ging es am 13. Juli 2010 um "Membrantechnik: Innovative Lösungen für die Papierindustrie". Vertreter namhafter Unternehmen der Papierindustrie trafen hierbei auf die Produzenten von Membrantechnik sowie auf Wissenschaftler. In intensiven Diskussionen wurden die Einsatzmöglichkeiten der Membrantechnik im Bereich Papierindustrie erörtert und ökonomisch lohnenswerte Potentiale vor allem im Bereich der Rückgewinnung von wertvollen Produktionsstoffen identifiziert.

 

 

Weitere Kooperationsprojekte

Für folgende weitere Themen sind in den nächsten Wochen Treffen von interessierten Kooperationspartnern geplant:

  • Mikroalgenreaktoren bieten die Möglichkeit einer weiteren klimaneutralen Energieerzeugung auf Kläranlagen. In diesem Projekt arbeiten bisher Fraunhofer UMSICHT und die Emschergenossenschaft zusammen.
  • Mit Nährstoffrückgewinnung - insbesondere aus phosphor- und stickstoffhaltigen Klärschlämmen, aber auch aus Gülle und Gärresten - können viele wichtige Nähr- und Rohstoffe wieder dem Stoffkreislauf zugeführt werden. Dies trifft insbesondere auf Phosphor zu. Hier gilt es, kostengünstige und effiziente Verfahren zu entwickeln.

 

 

Ziel ist es, die Kooperationsprojekte nach der Initiierung und Konkretisierung von Projektideen mit den nächsten Schritten in die Eigenständigkeit zu entlassen. Damit wird Raum geschaffen, um weitere Ideen und Kooperationsprojekte zu generieren und unterstützen zu können.

 

Sie können daher auch gerne weiterhin neue Ideen für Kooperationsprojekte einbringen.

Konzept / Neuer Entwurf

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