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Umweltwirtschaft NRW

Die Umweltwirtschaft ist eine weltweit stark wachsende Querschnittsbranche mit Schnittflächen zu zahlreichen herkömmlichen Wirtschaftsbereichen. Sie bietet deshalb Chancen für etablierte Unternehmen der verschiedensten Branchen und öffnet zugleich Räume für innovative Neugründungen: Eine Branche im Aufbruch. 

 

Die Umweltwirtschaft entwickelt und vermarktet Produkte und Dienstleistungen mit unmittelbarem Nutzen für Umwelt und Klima. Sie verbindet wirtschaftliches Wachstum und einen schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen. Erneuerbare Energien und die Entwicklung eines darauf aufbauenden Energiewirtschaftssystems, Ressourceneffizienz, Abwasserbehandlung und Abfallbehandlung, umweltfreundliche Mobilität und Grüne Agrartechnologien sind Beispiele dafür.

 

Die Umweltwirtschaft findet Antworten auf drängende globale Fragen und schafft dabei Arbeit und Wohlstand. Eine Chance für ganz Nordrhein-Westfalen: Schon heute ist rund jeder zwanzigste Erwerbstätige hier in der Umweltwirtschaft tätig. Als bundesweit größter Anbieter von Umweltwirtschaft und mit einem Weltmarktanteil von 2,1 Prozent ist Nordrhein-Westfalen in einer aussichtsreichen Position, sich national und international zum Vorbild und führenden Standort für umwelt- und klimaorientiertes Wirtschaften zu entwickeln. Mit einem Anteil von 4,7 % an der Gesamtwirtschaft kommt ihr in Nordrhein-Westfalen schon heute eine höhere Bedeutung zu als klassischen Schlüsselindustrien wie dem Maschinen- und Fahrzeugbau oder der Chemiebranche.

 

Lesen Sie hier weiter auf der Webseite www.umweltwirtschaft.nrw.de 

 

Laden Sie hier den Umweltwirtschaftsbericht NRW 2015 als pdf herunter (146 Seiten, Stand August 2015). Hier können Sie den Bericht in englischer und französischer Sprache herunterladen.

 

Pressemitteilung der Landesregierung vom 22.9.2015: Klimaschutz sorgt für Wachstum in der heimischen Industrie

Die Wirtschaft in Nordrhein-Westfalen hat in den letzten Jahren deutlich von den Investitionen in klima- und umweltfreundliche Produkte profitiert. Dies belegen Zahlen aus dem ersten Umweltwirtschaftsbericht für NRW, den Umweltminister Johannes Remmel Ende August in Düsseldorf vorgelegt hat.

 

Laut des Berichts konnten die Unternehmen in dieser Querschnittsbranche zwischen 2009 und 2012 die Umsätze im Durchschnitt um 15,6 Prozent steigern. „Die Klima- und Umweltwirtschaft ist die Zukunftsbranche für Nordrhein-Westfalen. Sie kann als Querschnittsbranche in den nächsten Jahren wichtige Impulse als Jobmotor unseres Landes geben und zu einem Innovationstreiber der heimischen Industrie werden“, so Minister Remmel.

 

Nach Zahlen, die die Bundesregierung im November 2014 vorgelegt hat, wird die Umwelt- und Klimawirtschaft bis 2025 jährlich um fast sieben Prozent wachsen und in gut zehn Jahren einen Umsatz von 740 Milliarden Euro erwirtschaften. Zuletzt seien in den Bereichen Energieeffizienz sowie umweltfreundliche Erzeugung, Speicherung und Verteilung von Energie rund 1,5 Millionen Menschen beschäftigt gewesen. Bis 2020 hält der DGB allein in NRW 500.000 zusätzliche Arbeitsplätze für möglich, wenn konsequent in den ökologischen Wandel investiert wird.

 

Schon heute setzen viele Industrieunternehmen in NRW ihr umfassendes Know-how ein, um die Vorteile zu nutzen, die sich durch Herstellung und Vertrieb von klima- und umweltfreundlichen Produkten sowie eine Umstellung ihrer Produktionsprozesse ergeben. Minister Remmel: „Das Industrieland Nordrhein-Westfalen hat sich gerade in den Bereichen der Energieeffizienz und der Nutzung erneuerbarer Energien zu einem international beachteten Standort entwickelt. Die Unternehmen haben erkannt, dass Klimaschutz auch eine ökonomische Chance ist. Denn nicht nur der Energieverbrauch wird reduziert, auch Kosten werden eingespart.“

 

Die Industrieunternehmen bei diesem Transformationsprozess zu unterstützen ist das Ziel der NRW-Landesregierung – unter anderem mit dem derzeit in Abstimmung befindlichen Klimaschutzplan. Einer der Handlungsschwerpunkte im Klimaschutzplan ist die Entwicklung von sogenannten Low-Carbon-Technologien, die es auch den in NRW reichlich vorhandenen energieintensiven Industriezweigen ermöglichen soll, ihre Emissionen in Zukunft weiter deutlich zu reduzieren.

 

Gleichzeitig gilt es, die Industrie dabei zu unterstützen, klimafreundliche Produkte zu entwickeln. „Das Ziel der Landesregierung ist es daher, im Rahmen ihrer Innovations-, Struktur- und Umweltpolitik die bereits erfolgreichen Forschungs- und Entwicklungsanstrengungen in Nordrhein-Westfalen weiter auszubauen und zu intensivieren. Aus dieser Zusammenarbeit heraus sollen weiterhin Innovationen und treibhausgasmindernde Technologien sowohl für die heimische Anwendung als auch für den Export entwickelt werden.

 

Hierzu hat die Landesregierung nun ihre Förderpolitik neu ausgerichtet. Bis 2020 stehen im Rahmen der Umweltwirtschaftsstrategie rund 800 Millionen Euro für die Förderung von Klimaschutzwirtschaft und Umweltwirtschaft zur Verfügung.

 

Der Klimaschutz bedeutet eine große Chance für die Industrie in NRW, sich neue Geschäftsfelder in der Umweltwirtschaft zu entwickeln und den Standort fit für die Zukunft zu machen. Denn die „grüne Wirtschaft“ boomt und wird die Zukunftsindustrie für die Bundesrepublik und auch für NRW werden. „Die Green Economy ist der Wachstumsmotor der Zukunft – und ein ambitionierter Klimaschutz der Start-Schlüssel dafür. Aus diesem Grund wird die Landesregierung die NRW-Unternehmen auf diesem Weg unterstützen und begleiten“,  so Umweltminister Johannes Remmel. 

 

Den Originaltext der Pressemitteilung finden Sie hier.

 

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