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Kooperationsprojekte

Mit dem Ziel der Innovationsförderung sowie der Vernetzung der Umwelttechnikbranche initiiert das Cluster Umwelttechnologien.NRW Kooperationsprojekte in innovations- und marktrelevanten Themenbereichen. Die Kooperationsprojekte sind bezüglich ihrer Zusammensetzung flexibel, weshalb wir uns jederzeit über neue Teilnehmer an laufenden Projekten freuen. Melden Sie sich bitte beim Cluster Umwelttechnologien.NRW, falls Sie Fragen zu den Kooperationsprojekten oder Interesse an einer Mitarbeit haben!

 

Potenziale einer rationellen Wärmenutzung

Intransparenz reduzieren und Potenziale ausnutzen


In 2010 lud das Clustermanagement erstmalig Vertreter aus Forschung und Wirtschaft zu einem Kooperationstreffen ein. Die Gruppe lotete Möglichkeiten und Grenzen einer rationellen Wärmenutzung in NRW aus. Insbesondere wurde auf das bisher wenig ausgeschöpfte Potenzial der Nutzung industriell-gewerblicher Prozesswärme und die Möglichkeiten einer unterirdischen Wärmespeicherung eingegangen. Zur Ausschöpfung vorhandener Potenziale sind aber eine Reihe von rechtlichen und strukturellen Voraussetzungen nötig, die derzeit noch nicht hinreichend definiert sind.

 

Die Beschreibung dieser Hemmnisse und Potenziale sowie das Aufzeigen erster Lösungswege wurden in einem internen Strategiepapier aufgearbeitet. Weiter wurde eine publikumswirksamen Broschüre zur rationellen Abwäremenutzung erstellt. Inhalt sind Ideen zur Beseitigung der identifizierten Hemmnisse im Bereich der rationellen Wärmenutzung sowie ein erster Überblick über vorhandene Techniken und Möglichkeiten der Wärmenutzung. Ein weiterer Themenschwerpunkt ist die Anbahnung von Pilotprojekten im Bereich Abwärme und die Erstellung pilothafter regionaler Wärmekataster. Dazu laufen derzeit Gespräche mit der Energieagentur NRW und es sind Förderanträge in Bearbeitung.

 

Die Broschüre ist hier zum Download verfügbar.

 

Reduzierung von Feinstäuben

Ausweitung des Ansatzes im Pilotprojekt mit der Stadt Aachen


Feinstaub- und Schadstoffbelastungen aus Feuerungsstätten im privaten Bereich stellen in Deutschland ein zunehmendes Problem dar. Kleinfeuerungsanlagen zählen zu den relevanten Quellgruppen für bestimmte Emissionen, wie polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, Dioxine und Feinstaub. Anderseits ist die energetischen Nutzung von Holz unter Klimaschutzaspekten positiv zu bewerten. In Deutschland werden für Festbrennstoffe aktuell ca. 14 Mio. Einzelraumfeuerungen und rund 0,7 Mio. Heizkessel betrieben, beides mit steigender Tendenz. Viele dieser Anlagen sind veraltet oder werden nicht sachgemäß betrieben. Außerdem gab es bisher für typische Einzelraumfeuerstätten (i.d.R. < 15 kW) keine Regulierung.

 

Der Gesetzgeber reagiert auf die damit einhergehende zunehmende Schadstoffbelastung der Luft: Am 22. März 2010 trat eine novellierte Fassung der 1. Bundes-Immissions-Schutzverordnung (BImSchV) in Kraft. Ziel der Novelle ist die Modernisierung von Heizungsfeuerungsanlagen und Einzelfeuerstätten. Unter anderem über neue Grenzwerte und die Einführung einer verpflichtenden Beratung sollen Schadstoffreduzierungen erreicht werden. Die Stadt Aachen – Partner des Kooperationsprojekts – plant über eine eigene Rechtsverordnung eine schärfere Umsetzung der Verordnung des Bundes. Dazu werden als Ergänzung und Unterstützung Feldversuchen mit neuer Filtertechnik in Aachen im Rahmen des Kooperationsprojekts durchgeführt. Damit wird die Markteinführung für Hersteller erleichtert und die Akzeptanz dieser Technologien bei den privaten Nutzern erhöht.

 

Die positiven Erfahrungen des Modellprojekts in Aachen wurden bundesweit auf einer Fachtagung in 2012 im EuroGress in Aachen vorgestellt und diskutiert. Dort wurde das große Interesse anderer Kommunen deutlich. Potenzial wird in einer Kooperation mit der Schornsteinfegerinnung bei der Ansprache und Sensibilisierung der Betreiber privater Kleinfeuerungsanlagen gesehen. 

 

Plasma-Verfahren zur Abwasserreinigung

Neue Marktanwendungen aus NRW-Grundlagenforschung


In 2010 haben sich erstmalig Vertreter aus der Wissenschaft mit Beratungs- und Ingenieurbüros auf Einladung des Clustermangaments zu "Plasmaverfahren in der Abwasserreinigung" getroffen. Zurzeit werden zum Thema "Plasma" drei Forschungsvorhaben an der Universität Duisburg-Essen bearbeitet. Neben einem Grundlagenforschungsantrag werden ein Hardwareentwicklungsvorhaben und ein Anwendungsvorhaben bearbeitet. Die bisherigen Ergebnisse sind für die Teilnehmer von hohem Interesse, für viele Kunden und Anwendungsgebiete können Plasma-Verfahren eine Lösung darstellen. So wurden Beispiele wie die dezentrale Behandlung von Abwasser und die Elimination von Farbstoffen angesprochen. Folgende Punkte sind insbesondere wichtig für die erfolgreiche Unterstützung der Forschungsarbeiten der Universität Duisburg-Essen:

 

  • Übermittlung der Anforderungen von Kunden der Teilnehmer, z.B. durch Proben
  • Aussagen zur Wirtschaftlichkeit des Verfahrens
  • Mitentwicklung von Anwendungsgebieten

 

Nachhaltige und Intelligente Gebäude

Maximierung der Realisierung bestehender Potenziale


Mit innovativer Technik und Lebenszyklusbetrachtungen können wesentliche Umwelt- und Ressourcenentlastungseffekte an Gebäuden erzielt werden. Das größte realisierbare Potenzial in diesem Zusammenhang wird zurzeit im nachhaltigen Bau und Betrieb von öffentlichen und gewerblich genutzten Immobilien gesehen. 


Zum Thema Handels- und Logistikimmobilien fanden in 2010 und 2011 zwei Wokshops mit jeweils 150 TeilnehmerInnen auf Verbänden, Hochschulen, Behörden, Beratern und Betreibern von Immobilien statt. In ergänzenden Veranstaltungen in 2012 und 2013 wurde das Themenspektrum auf Büro-, Verwaltungs- und sonstige öffentliche Gebäude ausgedehnt. In den Veranstaltungen wurden Best-Practice Beispiele und technologische Innovationen vorgestellt. In den Diskussionen konnte ein großer Bedarf an weiterführendden Informationen über technologische Innovationen und deren praktischer Anwendbarkeit festgestellt werden.

 

Daher wurde zwischen den Kooperationspartnern IHK zu Dortmund, Wirtschaftsförderung Dortmund, InnovationsAllianz NRW und dem Öko-Zentrum NRW vereinbart, die Workshopserie weiterzuführen.

 

Weiteres angestrebtes Produkt: Zwischen den Partnern wurde eine Projektskizze zur Einrichtung eines Kompetenzzentrums nachhaltiges Bauen in NRW entwickelt und den Dialog zum Klimaschutzplan in NRW eingespeist. 

 

Hier finden Sie ausführliche Berichte und Vorträge aus den zurückliegenden Veranstaltungen zum Download. Den Projektsteckbrief finden Sie hier.

 

Membrantechnologie

Vorantreiben des Einsatzes der Membrantechnologie in verschiedenen Branchen

Membrantechnik bietet Einsatzpotenzial in vielen, zum Teil neuen Anwendungsbereichen, wie zum Beispiel der Regenwasseraufbereitung oder der Biomasseabtrennung. Dazu existieren schon heute branchenspezifische Foren, die zusammengeführt und vernetzt werden können.

 

Im ersten Teil unserer Workshopreihe zum Thema Membrantechnik in 2010 ging es um innovative Lösungen für die Papierindustrie. Vertreter namhafter Unternehmen der Papierindustrie trafen hierbei auf die Produzenten von Membrantechnik sowie auf Wissenschaftler. In intensiven Diskussionen wurden die Einsatzmöglichkeiten der Membrantechnik im Bereich Papierindustrie erörtert und ökonomisch lohnenswerte Potentiale vor allem im Bereich der Rückgewinnung von wertvollen Produktionsstoffen identifiziert.

 

 

Geplante Themeninseln und Kooperationsprojekte

Für folgende weitere Themen sind Treffen von interessierten Kooperationspartnern geplant:

 

  • Mikroalgenreaktoren bieten die Möglichkeit einer weiteren klimaneutralen Energieerzeugung auf Kläranlagen. In diesem Projekt arbeiten bisher Fraunhofer UMSICHT und die Emschergenossenschaft zusammen.
  • Mit Nährstoffrückgewinnung - insbesondere aus phosphor- und stickstoffhaltigen Klärschlämmen, aber auch aus Gülle und Gärresten - können viele wichtige Nähr- und Rohstoffe wieder dem Stoffkreislauf zugeführt werden. Dies trifft insbesondere auf Phosphor zu. Hier gilt es, kostengünstige und effiziente Verfahren zu entwickeln.
  • Über die Sammlung Wiederverwertung wertvoller elektronischer Bausteile und der seltenen Erden können wichtige Rohstoffe und Ressourcen wiederverwendet werden. Hierzu ist zunächst ein Kooperationsprojekt mit der Wirtschaftsförderung Dortmund und ausgewählten Schulen zur Einführung von Sammelsystemen geplant.

 

Ziel ist es, die Kooperationsprojekte nach der Initiierung und Konkretisierung von Projektideen mit den nächsten Schritten in die Eigenständigkeit zu entlassen. Damit wird Raum geschaffen, um weitere Ideen und Kooperationsprojekte zu generieren und unterstützen zu können.

 

Sie können daher auch gerne weiterhin neue Ideen für Kooperationsprojekte einbringen.

Konzept / Neuer Entwurf

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