Recycling von Photovoltaikmodulen

Am 04. Juli 2014 hat das Cluster Umwelttechnologien.NRW einen weiteren Thementisch mit dem Schwerpunkt „Recycling von PV-Modulen“ durchgeführt. Die installierte PV-Leistung in Deutschland wächst stetig. Die gemeldete Gesamtleistung betrug nach Angaben der Bundesnetzagentur Ende des Jahres 2013 mehr als 36 GWp. Somit waren im Jahr 2013 über 3,6 Millionen Tonnen PV-Module auf Hausdächern, Fabrikhallen und Freiflächen in Deutschland installiert, was einem Gewicht von mehr als 10.000 Airbus A380 Flugzeugen entspricht. Diese gewaltige Menge muss in den nächsten Jahren gemäß den Vorgaben der europäischen WEEE Richtlinie (Waste Electrical and Electronic Equipment), die im Laufe des Jahres 2014 in nationales Recht umgesetzt werden muss, im Sinne einer nachhaltigen Rohstoffwirtschaft einer Verwertung zugeführt werden. Insbesondere auf NRW kommt durch die hohe Anzahl installierter Module eine enorme Abfallmenge zu, die eine geeignete Aufbereitungstechnologie und -logistik erfordert.

 

Folgende drei Faktoren, werden den Erfolg eines künftigen Recyclingsystems in NRW
maßgeblich mitbestimmen:

 

  • Zugängliche Stoffvolumina,
  • Integrierte Sammelinfrastruktur und –konzepte
  • Effiziente Aufbereitungstechnik.

 

Im Rahmen des Thementisches wurde den unterschiedlichen Teilnehmern ein Forum für einen Wissens- und Erfahrungsaustausch sowie eine Netzwerk-Plattform geboten. Damit sollten folgende Fragen beantwortet werden:

 

  • Wie genau sieht die Prozesskette im PV-Recycling aus?
  • Welche Prozesse und Abläufe werden von den Anwesenden erbracht?
  • Welche Anforderungen werden an ein hochwertiges, nachhaltiges und effizientes PV-Recycling gestellt?
  • Welche Hemmnisse und Schwierigkeiten existieren und wie können sie beseitigt werden?
  • Welche Potentiale sehen die Anwesenden für die Etablierung einer erfolgreichen PV-Recycling Industrie in NRW – Mitten ein Europa?
  • Welche Exportmöglichkeiten bestehen?

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